Schutzstreifen statt Schildbürgerstreich (Pressemitteilung)

Die Grünen wollen erreichen, dass die Anlage eines Fahrradschutzstreifens an der Königsberger Straße geprüft wird. Die bisherigen Planungen zum Ausbau des Geh- und Radweges seien nicht zweckmäßig und viel zu teuer. Die Grünen gehen davon aus, dass der Ausbau rund 100.000 Euro mehr als ein Schutzstreifen kosten würde, der kombinierte Fuß- und Radweg anschließend aber trotzdem nicht benutzungspflichtig wäre. „Wir sollten nicht für viel Geld das perfekte Chaos schaffen. Es gilt: Klarheit bringt Sicherheit für alle!“, bringt Andrea Danker-Isemer die grüne Haltung auf den Punkt.

Viele Untersuchungen zeigten, dass sich die Sicherheit für Radfahrer erhöhe, wenn sie für Autofahrer gut wahrnehmbar  auf der Fahrbahn fahren. Ein Fahrradschutzstreifen würde Radlern einen geschützten Korridor auf der Fahrbahn bieten. Fußgänger müssten den Weg dann nur mit Rad fahrenden Kindern teilen, die bis zum Alter von 10 Jahren in jedem Fall zur Nutzung des Fußwegs berechtigt seien.

Grüne sprechen sich gegen Radwege aus? Danker-Isemer weiß, dass das ungewöhnlich erscheint, erklärt aber: „Wir wollen Radverkehr fördern, nicht Radwegebau“. Radwege seien nicht überall die Ideallösung, innerorts gebe es häufig bessere Alternativen.

B202: Grüne wollen Lärmschutz und Verkehrssicherheit verbinden (Pressemitteilung)

Die Grünen Lütjenburg haben die Aufstellung eines Lärmaktionsplanes für den B202-Abschnitt zwischen Lütjenburg Mitte und der Ausfahrt Hohwacht beantragt. Darin sollen Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelastung beschlossen werden. Die Erstellung eines solchen Plans unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz vorgeschrieben, die Umsetzung wäre bereits im vergangenen Jahr fällig gewesen.

Für die bau- und umweltpolitische Sprecherin der Grünen, Andrea Danker-Isemer, geht der Sinn der Maßnahme über eine bürokratische Notwendigkeit hinaus: „Es bietet sich mit dem Instrument Lärmaktionsplan die Chance, der Forderung nach einem Tempolimit auf diesem Abschnitt Nachdruck zu geben.“ Entsprechende Initiativen der Stadt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sind bisher stets am Veto der Verkehrsaufsicht des Kreises gescheitert.

Laut einer Aufstellung der Verwaltung seien über 200 Menschen direkt von der Lärmbelastung durch den Verkehr betroffen. In erster Linie wollen die Grünen hier Abhilfe schaffen. Mit dem Antrag verbinden sie darüber hinaus die Hoffnung, dass ein Tempolimit auf 70 Stundenkilometer den Unfallschwerpunkt an der Ausfahrt Lütjenburg-Ost entschärfen könnte. Besonders im Sommer sei aufgrund der ortsunkundigen Touristen eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit geboten.

Weitere Maßnahmen zur Lärmreduzierung seien vermutlich kaum möglich, so Danker-Isemer. Die Straße sei bereits mit sogenanntem Flüster-Asphalt ausgestattet, Lärmschutzwände würden aufgrund der baulichen Gegebenheiten keinen effektiven Schutz bieten. „Wir hoffen, dass der Kreis nun die Notwendigkeit für die Aufstellung von Tempo-70-Schildern erkennt“,  zeigt sich der Fraktionsvorsitzende Joscha J. John optimistisch. Die Kosten von rund 1000 Euro seien eine gut angelegte Investition in Lärmschutz für die Anwohnerschaft und Verkehrssicherheit für alle. 

Stadtjugendpflege: Grüne wollen „JAZ plus“ (Pressemitteilung)

Die Grünen in Lütjenburg setzen sich für eine Weiterentwicklung des Jugendaktionszentrums zu einem Kompetenzzentrum im Bereich der Familien- und Jugendpolitik ein, das auch als Basis für einen Stadtjugendpfleger dienen könnte. Einen entsprechenden Vorschlag habe man an CDU und SPD herangetragen, so Klaus Giesche, der für die Grünen im Sozialausschuss sitzt.

„Wir wollen damit die beiden Ansätze, Stadtjugendpfleger und JAZ, zu einem sinnvollen Gesamtkonzept verknüpfen“, erläutert Giesche. Dazu müsse man das bisher von der AWO betriebene JAZ in städtische Hand zurückholen und gleichzeitig die Aufgaben erweitern. So sei zum Beispiel dringend eine bessere Koordination mit den Nachmittagsangeboten der weiterführenden Schulen und der Vereine notwendig, auch die Betreuung des Stadtjugendringes wäre nach Ansicht der Grünen bei einem im JAZ ansässigen Stadtjugendpfleger in guten Händen.

Es sei wichtig, dass die Stelle so angelegt sei, dass man „das Ohr nah bei den Jugendlichen“ habe, betont der Fraktionsvorsitzende Joscha J. John. Ein Verwaltungsposten mit Büro im Rathaus wäre ungeeignet und zu teuer. „Erst in der Kombination aus praktischer Jugendarbeit, koordinierender Tätigkeit und konzeptionellem Vorausdenken macht ein Stadtjugendpfleger Sinn.“ Als Nebeneffekt könnten die Räumlichkeiten des JAZ außerhalb der Betriebsstunden Vereinen, Verbänden und Parteien zur Verfügung gestellt werden.

Über die personelle Ausstattung und den Zeitplan der Umsetzung wollen die Grünen jetzt mit den anderen Fraktionen und der AWO beraten. „Wir haben bereits positive Signale aus den anderen Fraktionen erhalten. Es wäre ein gutes Zeichen, wenn das Konzept mit breiter Unterstützung statt knapper Mehrheit beschlossen wird“, zeigt sich Klaus Giesche hoffnungsvoll. Damit könnte man die seit Jahren schwelenden Konflikte bezüglich des JAZ und eines Stadtjugendpflegers endlich befrieden.